Besonderheiten der Güdelmontag-Rott

Im Folgenden sind jene besonderen Fasnachtsfiguren der Güdelmontag-Rott hervorzuheben, die auch für Aussenstehende als Merkmale oder gar als Unterschiede zur traditionellen Rott der Schwyzer Nüssler, gut erkennbar sind.

 


Das Dorfbächler-Hudi

In den Statuten von 1981 wird erstmals offiziell das „Hudi“ als Hauptfigur der Rott bezeichnet. Die Güdelmontag-Rott hat die Figur vor einigen Jahren sogar zum Vereinssignet erhoben. Das originale "Dorfbächler-Hudi" trägt gegenüber jenem der Dörfler (Schwyzer Nüssler) einen dreifach gestuften Rock und anstatt eines runden Kragens ein Dreispitztuch. Dass der Reifrock deutlich höher getragen werde, wie dies in andern Aufzeichnungen erwähnt wird, trifft jedoch nicht zu.


Der Mexikaner

Unverwechselbar gehört zur Güdelmontag-Rott heute noch der Mexikaner mit seinem sonnigen Gemüt und breitrandigen Sombrero. Ihn trifft man bei keiner anderen Rott.


Chräpflitatsch

In den 1980er und 1990er Jahren besuchte der „Chräpflitatsch“ am Nachmittag des Schmutzigen Donnerstag das Spital und das Altersheim Acherhof in Schwyz. Die Figur des „Chräpflitatsch“, die Paul Kamer als zentrale Figur im Schwyzer Japanesenspiel 1980 „Export-Import“ erstmals auf die Bühne brachte, erinnert an die Jungfer Katharina Hediger, die im unteren Dorfbach (Haus „Schiltesibni“) wohnte und für die Bestreitung ihres Lebensunterhaltes in einer grossen „Scheese“ Kalender und „Chräpfli“ verkaufte. Die Idee, diese Figur zu übernehmen und so originell wie möglich nachzubilden und Kranke und Senioren zu besuchen, hatten die beiden Alt-Präsidenten und Ehrenmitglieder Josef Bürgler und Karl Lüönd. 1984 lag nämlich Josef Bürglers Frau Vreni im Spital; die beiden Güdelmändiger leisteten sich damals den Spass, sie als „Chräpflitatsch“ unerkannt zu besuchen. Einige Idealisten der Güdelmontag-Rott haben auf privater Basis die Besuche zur Tradition werden lassen. Ende der 1990er Jahre verschwand die Figur allmählich aus der Rott und wurde in den letzten Jahren wieder zum Leben erweckt. Dabei erhielt unter anderem die „Scheese“ ein Facelifting. Mittlerweile ist der Chräpflitatsch wieder jedes Jahr am Güdelmontag in der Rott anzutreffen und verteilt seine feinen, selbstgebackenen Chräpfli.