Ein Gründer erinnert sich:

 

 

„Nach dem Krieg war in Schwyz am Güdelmontag-Morgen nicht viel Ios. Bei der Rott der Nüssler waren jeweils etwa drei Maschgraden. Ich sagte, man sollte doch dafür sorgen, dass wieder eine Rott zusammengebracht werden könne. Darum organisierte ich 1949 zwölf Maschgraden. Wir machten uns im Restaurant „Alpenrösli“, wo Alois Ehrler wirtete, bereit und verkleideten uns. Der alte Gipser Wisel Nideröst war damals Maschgradenvater der Schwyzer Nüssler. Er sagte den beiden Trommlern Xaveri Kälin vom Steinboden und Toni Kälin vom Klösterli, sie sollten ins „Alpenrösli“, die Maschgraden seien dort gerüstet. Beide gingen aber zum Casino hinunter in die Maskengarderobe und liessen uns sitzen.

 

 

 

Dafür trommelten sie für drei Maschgraden im „Blätz“; es waren Toni Pfyl, der Maler Wisel Seeholzer und noch einer, den Namen weiss ich nicht mehr, vermutlich „General Gütsch“. Wir waren natürlich alle erbost und im Dorf gab es ein Hallo. Der Güdelmontag ging vorbei. Aus Wut ging ich am Abend nicht einmal ins Dorf an die Fasnacht. Wir liessen einige Tage verstreichen, kamen dann aber wieder zusammen. In gegenseitiger Absprache entschlossen wir uns eine Güdelmontagmorgen-Rott zu gründen.

 

 

 

Zu uns kamen noch die „Grossgrinde“, die sich als Fasnachtsgruppe aufgelöst hatten. Ihnen, das waren neben andern Käräli Schuler („Altbärg-Kari“) und Josef Letter, kam es gelegen, dass etwas Neues entstand. Die „Grossgrinde“ „lungerten“ jeweils am Güdelmontag-Nachmittag im Hinterdorf herum, weil dort ja nichts los war. Im Stubli von Wisel Nideröst im Restaurant „Edelweiss“ kamen wir dann am Mittefasten-Sonntag 1949 zusammen und gründeten die Güdelmontagmorgen-Rott. Schriftsetzer Julius Kälin, der an der Reichsstrasse einen eigenen Betrieb besass, wo heute die Druckerei Wirtensohn ist, gab uns (als Mitinitiant Berater und Sponsor) Anleitungen, wie man einen Verein gründet. Er druckte uns auch die Büchlein für den Einzug der freiwilligen Beiträge.

 

 

 

An der Fasnacht 1950 traten wir erstmals auf. Karl Schuler und Kari Römer waren unsere ersten Tambouren. Kari Römer trommelte dann noch einmal mit Paul Seeholzer, dem Sohn des „Friileiters“.

 

 

 

Wir schrieben am Anfang leider keine Protokolle. Die ersten Jahresversammlungen waren eigentlich wie Vorstandssitzungen. Man muss halt schon sagen: Wenn die Nüssler die Tambouren geschickt hätten, wäre nichts passiert, wir hätten heute keine Güdelmontagrott.“